Ehrenamt


Ehrenamt In allen Gesellschaften und historischen Epochen haben sich Menschen allein oder mit anderen für das Gemeinwohl organisiert und engagiert. Sie verfolgten gemeinsame Ziele und erfuhren Anerkennung, Freude und Dank für ihr Engagement. Die Wurzeln und Zweige des Ehrenamts lassen sich dabei weit in die Vergangenheit verfolgen. In Deutschland hat das kulturelle und soziale ehrenamtliche Engagement eine lange Tradition. Schon im Mittelalter begann es mit der Versorgung von Armen mit Almosen, zunächst vereinzelt, dann organisiert. Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts entstanden offizielle Armensysteme mit ehrenamtlichen Helfern, die heute als Ursprung der modernen Sozialarbeit gelten. Heute engagiert sich jeder Dritte Bundesbürger ehrenamtlich. Dieses Engagement ist in allen Lebensbereichen zu finden und es entwickelt weitere Potenziale. Mit Begriffen wie Ehrenamt, bürgerschaftliches bzw. zivilgesellschaftliches Engagement, Selbsthilfe oder Freiwilligenarbeit ist ein freiwilliges und unentgeltliches Handeln für das Wohl der Anderen, des Gemeinwohls gemeint. Es ist keine materielle Einnahmequelle, es gibt keinen Anspruch auf Entlohnung des Zeitaufwandes oder der aufgewendeten Sachkosten. Das Amt selbst, oder die ehrenamtliche Betätigung entschädigt die Meisten durch persönliche Befriedigung, durch Einfl ussnahme auf gesellschaftliche und politische Abläufe, durch Anerkennung und Erwerb sozialer Kompetenzen, durch erlebte Gemeinschaft, Dank und die Gewissheit Gutes getan zu haben.

© 2009 LMDR e.V. | Orts- und Kreisgruppe Augsburg